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Jordanien
Nördlich von Amman
Jerash liegt weniger als eine Autostunde von Amman entfernt; die Strecke führt durch das reizvolle Hügelland von Gilead. Die prachtvolle Stadt Jerash ist, Dank des Wüstenklimas, eine der besterhaltenen römischen Städte. Sie ist zu Recht für den Triumphbogen Kaiser Hadrians, das Hippodrom, den großartigen römischen Marktplatz in elliptischer Form, die Theater, Bäder und Torbögen, die römische Brücke und den weitläufigen Säulengang, der zum Artemistempel führt berühmt. In Irbid, 77 km nördlich von Amman, findet man viele römische Grabmäler und Statuen. Enge Gassen voller Geschäfte und runder Hauseingänge prägen das Stadtbild. In Umm Qais ganz im Norden stehen die Ruinen der biblischen Stadt Gadara. Von hier genießt man einen atemberaubenden Blick über den See Genezareth. Obwohl die Stadt bei den Römern wegen ihrer heißen Quellen und vielen Theater beliebt war, war sie zur Zeit der arabischen Eroberung nur noch ein unbedeutendes Dorf. Die Ruinen sind jedoch beeindruckend: die Akropolis (218 v. Chr.), der römische Marktplatz, die Kolonnaden, deren Straßenzüge noch immer Spuren von Kampfwagen zeigen, das Nymphaeum und die Überreste der Basilika. Der Weg von Umm Qais nach Jerash, entlang der Nordwestgrenze, führt durch das üppige Jordan-Tal, vorbei an Al Hammeh unweit der israelisch besetzten Golan-Höhen. Die Stadt ist für ihre heißen Quellen und ihr Mineralwasser bekannt. Pella, wie Gadara einst Mitglied des römischen Decapolis, eines Wirtschaftsbündnisses von 10 Städten, war später jahrhundertelang unbewohnt. 1979 wurde mit Ausgrabungen begonnen, und einige römische Baudenkmäler sind bereits freigelegt worden. Auf der Spitze eines Hügels in der Nähe von Ajlun steht die Burg Qalaat al-Rabadh, die von den Arabern als Verteidigungsposten gegen die Kreuzritter erbaut wurde.
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